Aktuelle Forschungslage im Bereich CBD

Cannabidiol ist seit einiger Zeit kaum noch zu übersehen. Viele sprechen darüber oder nutzen es aktiv, um ihre Lebensqualität zu verbessern. Aus diesem Grund läuft die Forschung im Bereich der Cannabinoide auf Hochtouren, da Cannabisprodukte vermehrt auch in der Medizin und Pharmaindustrie Einzug halten. Längst ist man sich bewusst, dass CBD nicht mehr nur der kleine Bruder von THC ist. Hinsichtlich der Forschung treiben Kanada und die USA diesen Bereich stark voran. 

Wie sieht die aktuelle Studienlage aus?

Viele der bereits durchgeführten Studien an diversen Zellkulturen und Organismen zeigen einen deutlich positiven Trend hinsichtlich der Wirkung bei unterschiedlichen Krankheitsbildern oder Symptomen. Die Ergebnisse aus diesen Studien lassen sich aber nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen. CBD Fallstudien an Menschen sind sehr aufwändig und teuer. Studien in großem Ausmaß werden in der Regel von Firmen der Pharmaindustrie finanziert. Das Problem besteht allerdings nicht in einem Mangel an zahlungswilligen Großkonzernen, sondern in der Patentfähigkeit pflanzlicher Wirkstoffe.

Evidenzbasierte Ergebnisse sind sowohl aus medizinischer als auch pharmazeutischer Sicht notwendig, um die Wirksamkeit relevanter Produkte für den Endverbraucher zu gewährleisten. Aufgrund dessen können im Bezug auf CBD nur "kann"-Aussagen getroffen werden, da es in vielen Fällen keine eindeutig zuordenbaren und verlässlichen Aussagen gibt. 

1. Stress und Angst

Carrie Cuttler, Alexander Spradlin, Ryan J. McLaughlin (2018). A naturalistic examination of the perceived effects of cannabis on negative affect. Journal of Affective Disorders. Volume 235, 198-205.https://doi.org/10.1016/j.jad.2018.04.054

Die Studie stellte fest, dass ein Zug Cannabis mit hohem CBD-Gehalt und niedrigem THC-Gehalt optimal zur Verringerung der Depressionssymptome geeignet ist. Zwei Züge jeder Art von Cannabis waren ausreichend, um die Angstsymptome zu verringern, während 10 oder mehr Cannabis-Züge einen hohen CBD-Wert und einen hohen CBD-Gehalt aufwiesen in THC führte zu den größten Stressreduzierungen.

2. Chronische Schmerzen 

Xiong, W., Cui, T., Cheng, K., Yang, F., Chen, S. R., Willenbring, D., Guan, Y., Pan, H. L., Ren, K., Xu, Y., & Zhang, L. (2012). Cannabinoids suppress inflammatory and neuropathic pain by targeting α3 glycine receptors. The Journal of experimental medicine, 209(6), 1121–1134. https://doi.org/10.1084/jem.20120242

Die Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte, wie nichtpsychoaktive Cannabinoide Glycinrezeptoren (GlyRs) potenzieren und so chronische Schmerzen lindern können. Es wurde festgestellt, dass die Verabreichung von Cannabidiol (CBD) chronische entzündliche und neuropathische Schmerzen signifikant unterdrückt, ohne dabei eine offensichtliche Toleranz zu verursachen.

3. Migräne 

Cuttler, C., Spradlin A., Cleveland, M. J., Craft, R. M. (2019). Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine. The Journal of Pain; DOI: 10.1016/j.jpain.2019.11.001

Die Studien aus 2019 werte Daten aus 12.293 Sitzungen aus, in denen Cannabis zur Behandlung von Kopfschmerzen verwendet wurde, und 7.441 Sitzungen, in denen Cannabis zur Behandlung von Migräne verwendet wurde. Nach dem Cannabiskonsum waren die Bewertungen für Kopfschmerzen und Migräne signifikant gesunken. 

4. Angstzustände und Depressionen 

Lake, S., Kerr, T., Buxton, J., Walsh, Z., Marshall, B. D., Wood, E., & Milloy, M.-J. (2020). Does cannabis use modify the effect of post-traumatic stress disorder on severe depression and suicidal ideation? Evidence from a population-based cross-sectional study of Canadians. Journal of Psychopharmacology, 34(2), 181–188. https://doi.org/10.1177/0269881119882806

Das Journal of Psychopharmacology veröffentlichte 2020 die Ergebnisse einer Studie. die zeigt, dass posttraumatische Belastungsstörungen (engl. Kurzform = PTSD) das Risiko von Depressionen und Suizidgedanken erhöhen. Von circa 24.000 Befragten litten 1,7% an PTSD. 28,2% von ihnen (106 Personen) konsumierten Cannabis. Es konnte festgestellt werden, dass der Cannabiskonsum die möglichen Folgen von posttraumatischen Belastungsstörungen, also Depression sowie Selbstmord, mildern könnte. 

5. Angst und Schlafstörungen 

Shannon, S., Lewis, N., Lee, H., & Hughes, S. (2019). Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. The Permanente journal, 23, 18–041. https://doi.org/10.7812/TPP/18-041

Die Studie aus dem Jahre 2019 untersuchte, ob CBD zur Verbesserung des Schlafes und / oder der Angst beiträgt. Sie umfasste eine monatliche Dokumentation der Angstzustände und der Schlafqualität bei erwachsenen Patienten. Die Angstwerte nahmen innerhalb des ersten Monats bei 57 Patienten (79,2%) ab und blieben während der Studiendauer verringert. Die Schlafwerte verbesserten sich innerhalb des ersten Monats bei 48 Patienten (66,7%), schwankten jedoch im Laufe der Zeit. 

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